Seewolf (Katfisch)

Seewolf (Katfisch)

Der Seewolf lebt in Bodennähe, wo er auf seine Beute wartet und sie mit seinem kräftigen Kiefer aufknackt. Wenn er selbst auf dem Teller landet, ist das Fleisch fest und hervorragend zum Braten geeignet.

Arten

Anarhichas lupus – Atlantischer Seewolf
Anarhichas minor – Gefleckter Seewolf
Anarhichas denticulatus – Blauer Seewolf

Familie

Anarhichadidae

Produkte

  • Frisch (filetiert und ganz)
  • Tiefgefroren (filetiert und ganz)

Größe

Atlantischer Seewolf: höchstens 125 cm lang und 20 kg schwer
Gefleckter Seewolf: höchstens 180 cm lang und 26 kg schwer
Blauer Seewolf: höchstens 138 cm lang und 32 kg schwer

Verbreitung

Atlantischer Seewolf: Barentssee, norwegische Küste und Nordsee
Gefleckter Seewolf: Barentssee bis Nordsee
Blauer Seewolf: Barentssee bis Nordsee

Saison

Ganzjährig

Nahrung

Stachelhäuter, Muscheln, Schnecken und Fisch

Namen in anderen Sprachen

Latein: Anarhichas spp.
Englisch: Ocean Catfish
Norwegisch: Steinbit
Französisch: Loup de mer
Deutsch: Katfisch, Seewolf

Nährstoffgehalt je 100 g Seewolf (verzehrbarer Anteil)

Energie:

409 kJ / 97 kcal

Nährstoffe:

Fett: 2,5 g
Gesättigte Fettsäuren: 0,5 g
Einfach ungesättigte cis-Fettsäuren: 0,9 g
Mehrfach ungesättigte cis-Fettsäuren: 0,8 g
Omega-3: 0,1 g
Omega-6: 0,3 g
Cholesterin: 55 mg

Vitamine:

Vitamin A: 27 RAE
Vitamin D: 1,8 µg
Vitamin B12: 2 µg
Riboflavin: 0,08 mg

Mineralstoffe:

Eisen: 0,2 mg
Selen: 50 µg
Jod: 90 µg

Mehr Informationen zum Nährstoffgehalt finden Sie (auf Englisch) unter

www.nifes.no/en/prosjekt/seafood-data

Quelle:

http://www.matvaretabellen.no/fisk-og-fiskeprodukter-g4.1/steinbit-raa-04.037

Biologie

Der Seewolf hat ein charakteristisches Aussehen: langgestreckter Körper, dicker, runder Kopf und ein großes Maul mit kräftigen Zähnen. Die Haut ist dick und fest. Mit seinen kräftigen Zähnen knackt er die Schale seiner Beute. In norwegischen Gewässern sind drei Arten von Seewolf vertreten: der Atlantische Seewolf, der Gefleckte Seewolf und der Blaue Seewolf. Für den Gefleckten und den Blauen Seewolf ist die Barentssee der wichtigste Lebensraum, der Atlantische Seewolf ist hingegen an der gesamten norwegischen Küste und in der Nordsee verbreitet. Der Gefleckte und der Blaue Seewolf wandern Hunderte Kilometer zum Laichen. Der Atlantische Seewolf ist etwas sesshafter. Er lebt in küstennahen und etwas flacheren Gewässern als die beiden anderen Arten. Für den Blauen Seewolf ist ein pelagischeres Leben kennzeichnend.

Der Seewolf ändert seine Ernährungsgewohnheiten von Saison zu Saison, da ihm jedes Jahr zwischen Oktober und Mai neue Zähne nachwachsen . Der Atlantische Seewolf laicht in Küstengebieten und Fjorden in einer Tiefe von 50 - 150 m, die anderen beiden Arten in Tiefen bis zu 400 m.

Die Eier des Seewolfs sind groß (6 mm), die Larven schlüpfen nach 9 -10 Monaten. Das Weibchen laicht eine Masse befruchteter Eier, die sich zu einer Kugel formen. Die Larven treiben an die Oberfläche und werden von den Meeresströmungen weiter getragen. Mit Erreichen einer bestimmten Größe suchen sie den Weg zum Boden hinunter.

Der Gefleckte Seewolf wird in Aquakulturen gezüchtet. Die Zucht befindet sich noch in einem frühen Stadium, die Ergebnisse bisher sind jedoch gut. Der Seewolf bevorzugt eine hohe Dichte. Er ist zahm und zeichnet sich durch gutes Wachstum, niedrige Sterblichkeit und gute Futterverwertung aus. Dies sind gute Voraussetzungen für die Zucht.

Fischfang

Fangsaison ist das ganze Jahr; die Fischerei findet entlang der norwegischen Küste und in der Barentssee statt. Grundschleppnetze, Bodenlangleinen und Bodenstellnetze sind die gängigsten Fanggeräte.

Nachhaltigkeit

Für die Seewolffischerei gibt es keine nationalen Kontrollbestimmungen. Er landet meist als Beifang im Netz.

Das russische Meeresforschungsinstitut PINRO beobachtet die drei Seewolfbestände in der Barentssee. Die Bestände des Blauen Seewolfs in der Barentssee sind seit den ersten Messungen 1979 zurückgegangen, in den letzten Jahren jedoch wieder etwas gestiegen. Der Zustand der Bestände des Atlantischen und des Gefleckten Seewolfs in der Barentssee gilt als gut.

Lebensmittelsicherheit/Qualitätskontrolle

Die norwegische Fischereibranche unterliegt strengen Auflagen zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit. Das System besteht aus mehreren Behörden und Einrichtungen, die gemeinsam die Erfüllung der Auflagen in allen Stadien der Produktionskette prüfen und beobachten. Die Lebensmittelaufsicht erfolgt durch die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit, das norwegische Nationale Institut für Fisch- und Ernährungsforschung (NIFES), das norwegische Fischereidirektorat und das norwegische Ministerium für Handel, Industrie und Fischereien.

Nährwertangaben

Seewolffleisch ist mager und reich an:

  • Proteinen: diese sind wichtig für den Aufbau und Erhalt aller Zellen im Körper.
  • Vitamin D: sorgt für einen ausgewogenen Calciumhaushalt im Körper und trägt zur Kräftigung der Knochen bei.
  • Vitamin B12: ist wichtig für die Produktion neuer Körperzellen, unter anderem von roten Blutkörperchen, und kann zur Vorbeugung von Anämie beitragen.
  • Selen: ein wichtiges Element in einem Enzym, das schädliche chemische Prozesse im Körper bekämpft.
  • Jod: reguliert den Stoffwechsel des Körpers und ist wichtig für eine normale Entwicklung des Nervensystems.

Verwendungen

Der Seewolf ist auch unter der Bezeichnung Katfisch bekannt, mitunter auch als Steinbeißer, wobei der eigentliche Steinbeißer ein Süßwasserfisch ist. Das Fleisch ist weiß und fest und bei richtiger Zubereitung geschmacklich gut und mild.

Er ist ein hervorragender Bratfisch, sowohl im Wok als auch auf dem Grill, kann aber auch pochiert und gebacken werden. Auch lässt er sich gut in Streifen und Stücke schneiden.

Seewolf-Katfisch