Makrele

Makrele

Die norwegische Makrele ist für ihre beständig hohe Qualität bekannt, wobei der Großteil im Herbst in kalten norwegischen Gewässern gefangen wird. Zu dieser Jahreszeit hat sie nämlich einen hohen Fettgehalt und ist dadurch besonders saftig, schmackhaft und gesund.

Art

Scomber scombrus – Makrele

Familie

Scombridae – Familie der Makrelen

Produkte

  • Frisch (filetiert und ganz)
  • Tiefgefroren (filetiert und ganz)
  • Geräuchert (filetiert und ganz)
  • Konserven (filetiert)

Größe

Maximal 70 cm und 3,5 kg, meist nicht größer als 1 kg

Verbreitung

Schwarzes Meer, Mittelmeer, Westatlantik, Ostantlantik (von Nordwestafrika bis zu den Färöer-Inseln und Island)

Saison

Mai - November

Nahrung

Zooplankton, Fischlarven und kleine Fische

Namen in anderen Sprachen

Latein: Scomber scombrus
Norwegisch: Makrell
Französisch: Maquereau
Deutsch: Makrele
Dänisch: Makrel
Spanisch: Caballa
Finnisch: Makrilli
Griechisch: Scoumbri
Italienisch: Maccerello
Isländisch: Makrill
Japanisch: Saba
Niederländisch: Makreel
Portugiesisch: Sarda
Polnisch: Makrela
Schwedisch: Makrill
Türkisch: Uskumru
Serbokroatisch: Skuša

Nährstoffgehalt je 100 g Wildmakrele (Herbst) (verzehrbarer Anteil)

Energie:

1214 kJ / 293 kcal

Nährstoffe:

Eiweiß: 17 g
Fett: 25 g
Gesättigte Fettsäuren: 5,3 g
Einfach ungesättigte cis-Fettsäuren: 9,1 g
Mehrfach ungesättigte cis-Fettsäuren: 7,2 g
Omega-3: 6,3 g
Omega-6: 0,5 g
Cholesterin: 80 mg

Vitamine:

Vitamin A: 15 RAE
Vitamin D: 5,4 µg
Vitamin B12: 7,4 µg
Riboflavin: 0,28 mg

Mineralstoffe:

Selen: 60 µg
Eisen: 0,8 mg
Jod: 63 µg

Mehr Informationen zum Nährstoffgehalt finden Sie (auf Englisch) unter

www.nifes.no/en/prosjekt/seafood-data

Quelle:

http://www.matvaretabellen.no/fisk-og-fiskeprodukter-g4.1/makrell-raa-vill-hoest-04.023

Biologie

Die Makrele ist an ihren schwarzen "Tigerstreifen" am Rücken und ihrem runden, stromlinienförmigen Körper gut erkennbar. Am Rücken ist sie blau-grün gefärbt, am Bauch silbrig glänzend. Die Schuppen sind klein, und der Körper fühlt sich auf Druck weich an. Die Makrele ist ein schnell schwimmender Fisch, der in Schwärmen lebt und über große Strecken wandert. Sie ist auch pelagisch, das heißt, sie bewegt sich weder am Boden noch an der Oberfläche, sondern in der offenen Wassersäule. Die Makrele hat keine Schwimmblase und muss daher pausenlos in Bewegung sein, um nicht abzusinken. Durch die viele Bewegung sowie aufgrund des schnellen Wachstums und der Entwicklung der Fortpflanzungsorgane benötigt sie viel Nahrung. Sie ernährt sich von Plankton, dazu schwimmt sie mit offenem Maul und filtert das Plankton durch ihre Kiemen. Auch Fischlarven und kleine Fische sind Teil ihrer Nahrung. Eine Makrele kann bis zu 65 cm lang und 3,5 kg schwer werden. Sie wird bis zu 25 Jahre alt.

Die Makrele hat drei Laichgebiete: die Nordsee, südlich und westlich von Irland sowie vor der Küste Portugals und Spaniens. Sie laicht an der Oberfläche, und wenn die Larven schlüpfen, sind sie 3,5 mm lang. Im Herbst desselben Jahres sind sie bereits auf 20 cm angewachsen.

Nach dem Laichen wandert die Makrele zur Nahrungssuche in die Nordsee und das Nordmeer. Die Verbreitung der Makrele im Sommer ist jetzt größer als früher. Makrele findet man heute westlich von Grönland, ganz im Norden in der Barentssee bis Svalbard und zur Sommerzeit bis in den Skagerrak hinein. Hier bleibt sie, bis sie von Ende Dezember bis Februar zu den Laichgründen zurückwandert.

Fischfang

Die Makrelenfischerei findet hauptsächlich im Zeitraum Mai - November statt. Der überwiegende Teil der Makrelenfischerei erfolgt von September bis November, wenn der Fisch seinen höchsten Fettgehalt hat. Die Makrele wird in der Nordsee, im Nordmeer sowie im Skagerrak gefischt. Als Fanggeräte werden hauptsächlich Ringwaden eingesetzt, mitunter aber auch pelagische Schleppnetze und Kiemennetze.

Nachhaltigkeit

Jedes Jahr liefern norwegische und internationale Forschungsdaten die Grundlage für Empfehlungen zu nachhaltigem Fischfang im Nordostatlantik. Norwegen handelt daraufhin die Quoten mit anderen Ländern aus, die ebenfalls dieselben Bestände fischen. Davon ausgehend teilt das norwegische Ministerium für Handel, Industrie und Fischereien den norwegischen Anteil den norwegischen Fischern zu. Die Behörden vergeben eine Lizenz an alle Beteiligten in der Branche, und Bestimmungen hinsichtlich Quotenzuteilung und Durchführung des Fischfangs werden durch jährliche Vorschriften für jede einzelne Fischart festgelegt (Kontrollvorschriften).

Der Makrelenbestand gilt als gesund und nachhaltig befischt. Der Laichbestand ist im Zeitraum 2002 - 2014 gestiegen, 2015 jedoch leicht gesunken.

Die nordostatlantische Makrelenfischerei ist vom Marine Stewardship Council (MSC) zertifiziert. MSC ist ein Zertifizierungsprogramm für nachhaltige Fischerei und gutes Bestandsmanagement.

Lebensmittelsicherheit/Qualitätskontrolle

Die norwegische Fischereibranche unterliegt strengen Auflagen zur Sicherstellung der Lebensmittelsicherheit. Das System besteht aus mehreren Behörden und Einrichtungen, die gemeinsam die Erfüllung der Auflagen in allen Stadien der Produktionskette prüfen und beobachten. Die Lebensmittelaufsicht erfolgt durch die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit, das norwegische Nationale Institut für Fisch- und Ernährungsforschung (NIFES), das norwegische Fischereidirektorat und das norwegische Ministerium für Handel, Industrie und Fischereien.

Nährwertangabe

Der Fettgehalt der Makrele hängt von der Saison ab. Im Frühjahr sinkt der Fettgehalt bis auf rund 3 %. Im Herbst hat sie einen Fettgehalt von bis zu 30 %, weshalb dies die überwiegende Fangsaison ist. Die Makrele ist reich an:

  • Proteinen: Diese sind wichtig für den Aufbau und Erhalt aller Zellen im Körper.
  • Marinen Omega-3-Fettsäuren, die Herz- und Gefäßkrankheiten vorbeugen und verzögern und für die Entwicklung des Gehirns wichtig sind.
  • Vitamin B12: ist wichtig für die Produktion neuer Körperzellen, unter anderem von roten Blutkörperchen, und kann zur Vorbeugung von Anämie beitragen.
  • Vitamin D, das für einen ausgewogenen Calciumhaushalt im Körper sorgt und zur Wahrung und Kräftigung der Knochen beiträgt.
  • Jod: reguliert den Stoffwechsel des Körpers und ist wichtig für eine normale Entwicklung des Nervensystems.

Verwendungen

Die Makrele kann auf viele verschiedene Arten zubereitet werden. Unter anderem kann sie heiß, kalt und mit Pfeffer geräuchert werden. Frische Makrelen lassen sich gut braten, pochieren und grillen. Sie eignen sich auch zum Beizen. Als Konserve wird sie ebenfalls in verschiedenen Varianten angeboten, zum Beispiel als Makrele in Tomatensauce, ein leckerer Brotbelag.

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