Qualität: der echte Skrei

Qualität: der echte Skrei

Der Skreifang entlang der nordnorwegischen Küste ist der beste Beweis, dass eine naturnahe, handwerkliche und bestandsschonende Fischerei möglich ist. Die Fangmengen und Fangmethoden sind streng reglementiert und werden stetig kontrolliert. Diese Schutzmaßnahmen zeigen Wirkung: Norwegens nachhaltiger Kabeljaubestand ist der größte weltweit.

Skrei fischerboote

Traditionelle Fischerboote werden auch heute noch für einen schonenden Skreifang in den Gewässern rund um die Lofoten eingesetzt. // Foto: Marius Fiskum

Dass Norwegens Fischerei heute so konsequent nachhaltig strukturiert ist, nahm ihren Anfang vor zwei Jahrzehnten, als die Kabeljaubestände in ihrer Existenz massiv bedroht waren. Um die Bestände wieder aufzubauen und auch langfristig zu erhalten, entwickelte Norwegen als eine der ersten Nationen ein Nachhaltigkeitskonzept, das heute weltweit als Vorbild gilt.

Skrei fischer

Bei der Anlandung des Tagesfangs in einem der Skrei-zertifizierten Verarbeitungsbetriebe nahe Henningsvaer. // Foto: Marius Fiskum

Seit 2005 ist Skrei eine geschützte Marke. Ausschließlich erstklassiger norwegisch-arktischer Winterkabeljau, der nach strengsten Kriterien gefangen, verarbeitet und verpackt wurde, erhält das Skrei-Qualitätssiegel. Die Kriterien sind in der amtlichen Qualitätsnorm NS 9406:16 festgehalten.

skrei verarbeitung

Nachdem die Qualität geprüft wurde, erhält der echte Skrei sein Gütesiegel. // Foto: Marius Fiskum

Skrei ist leicht von anderen Kabeljauprodukten zu unterscheiden: Skrei® muss ein geschlechtsreifer norwegischer Winterkabeljau (Gadus morhua) sein, der aus der Barentssee stammt. Es gibt ihn nur von 1. Januar bis 31. April an den traditionellen Laichplätzen entlang der nordnorwegischen Küste. Die Gebiete um die Lofoten und Vesterålen sind dabei die wichtigsten, wobei sich das gesamte Laichgebiet von der Møre-Küste im Süden bis hoch zur Küste Finnmarks erstreckt.

Die lange wanderung des skrei

Tausend Kilometer legt der Skrei jährlich von der Barentssee bis zur südlichen Spitze Nordnorwegens zurück, um sich zu mehren.

Doch damit sind noch nicht alle Anforderungen erfüllt: Skrei muss gleich nach dem Fang an Bord vollständig ausgeblutet werden. Er wird innerhalb von zwölf Stunden verpackt und auf Eis bei einer Temperatur von 0 bis 2 Grad transportiert. Nur zertifizierte Betriebe in Norwegen dürfen Skrei verarbeiten und mit dem Qualitätssiegel versehen. In diesem Jahr sind 85 Betriebe Skrei-zertifiziert. Damit die Qualität stabil bleibt, finden laufend Kontrollen statt, sowohl auf dem Meer als auch in den Betrieben an Land. Sie erkennen also echten, qualitätskontrollierten Skrei an seinem Siegel, das entweder in der Rückflosse oder im Filet angebracht ist.

Skrei mit quälitatssiegel

Das Skrei Qualitätssiegel garantiert höchste Produktqualität sowie einen nachhaltigen, schonenden Fischfang nach strengsten Richtlinien in Norwegen. // Foto: Marius Fiskum

Die Gesamtfangquote für Kabeljau 2017 in Norwegen ist mit 339.523 Tonnen niedriger als im Vorjahr. Dies entspricht den Empfehlungen des International Council for the Exploration of the Sea (ICES) und der Nordostatlantischen Fischereikommission (NEAFC), deren Zweck darin besteht, langfristig nachhaltige Fischbestände zu gewährleisten. Norwegen ist das Land mit den meisten MSC-Zertifizierungen weltweit, der höchsten Auszeichnung für nachhaltigen Fischfang durch das Marine Stewardship Council. Dies gilt auch für Skrei, der als norwegisch-arktischer Winterkabeljau zum nachhaltigsten Bestand der Welt gehört.